Projektziele

Das Forschungsprojekt “Cape Reviso” befasst sich mit der Problematik, welche möglichen Konflikte Fußgänger:innen und Radfahrer:innen im täglichen Verkehr ausgesetzt sind.

Das Projekt zielt darauf ab, Methoden zu entwickeln, die eine Evaluation bestehender Infrastrukturen zulässt, Änderungen entwickelt und die Ergebnisse messbar macht.

Die unterschiedlichen Methoden bauen aufeinander auf, bedingen sich dabei gegenseitig und der Lösungsansatz verfolgt Methoden im realen sowie virtuellen Raum. Die aus den Erkenntnissen entwickelten Werkzeuge und Empfehlungen für eine moderne Stadt- und Verkehrsplanung sollen helfen, durch gute Infrastruktur die Attraktivität des Zu-Fuß-Gehens und Radfahrens zu steigern, speziell vor dem Fokus der Reduktion von Stress und Konflikten.

Das angestrebte Methoden-Set soll soweit als möglich „offen“ vorliegen: Das Projekt soll Nachahmer finden, welche die offene Werkzeugbox nutzen, weitertragen, und in das aktive Methodenrepertoire von Planer:innen in Kommunen einsetzen. Die Technologien sollen einzeln eingesetzt werden, aber auch als Methoden-Set funktionieren, das Erweiterungen zulässt. Die Entwicklung erfolgt auch unter dem Aspekt, aus dieser ein Werkzeug für die Stadt- und Verkehrsplanung (Planning- and Decision-Support-Tool) ableiten zu können.

Zielgruppe des Projektes sind aber nicht ausschließlich Stadt- und Verkehrsplaner:innen. Die entwickelnden Werkzeuge sind quelloffen und verhältnismäßig günstig. Sie können so nicht nur von Kommunen für die Planung, sondern auch von Initiativen und Verbänden eingesetzt werden, um sich für sichere Verkehrsbedingungen einzusetzen. Um breite Zielgruppen mit den Projektergebnissen anzusprechen, werden die entwickelten Werkzeuge direkt angewendet und aus dieser Anwendung allgemeingültige Empfehlungen abgeleitet.

Zusammengefasst geht es also um eine methodisch neuartige Bestandsaufnahme sowie um innovative Instrumente für eine evidenzbasierte, konfliktvermeidende Stadtplanung. Zukünftig sollen Stadtplaner:innen und andere Zielgruppen auf das Methoden-Set zugreifen können, um bereits bei der Planung des öffentlichen, urbanen Stadtraumes Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern zu vermeiden. Ebenso können die Methoden bei bereits problematischen Verkehrsräumen Verwendung finden, um Lösungsansätze daraus zu generieren. 

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