Was hängt denn da?

System zur Erfassung von Verkehr

Das Erfassungssystem

Das Projekt
Das NRVP-Forschungsprojekt CapeReviso zielt auf die Reduktion von Konflikten, die zu Fuß Gehende und Radfahrende an Knotenpunkten und entlang von Führungsformen erleben.
Projektpartner*innen sind der ADFC Bundesverband, das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart und das Karlsruher Institut für Technologie. Die Stadt Stuttgart ist über das Amt für Stadtplanung und Wohnen assoziierte Partnerin des Projektes. (Beitrag „Das Projekt“)

Langzeiterfassung von Konflikten
Um das Potenzial von Veränderungen in der Verkehrsführung an einem Ort zu untersuchen, ist ein umfassender Überblick über die Verkehrssituation erforderlich. In einer Langzeiterfassung des Verkehrs kann geklärt werden, an welchen Stellen, zu welcher Uhrzeit und wie häufig es zu Konflikten, gefährlichen Situationen oder sogar Unfällen kommt.

Die Hardware des Systems

System zur Erfassung von Verkehr
Das im Projekt entwickelte Erfassungssystem soll die Analyse der Verkehrssituation vor Ort ermöglichen. Es besteht aus einer Kamera und einem modernen, leistungsstarken und auf die Anforderungen neuraler Netze optimierten Einplatinencomputer, der die Bilddaten direkt vor Ort auswertet und sie dann sofort löscht. Das System speichert keine Bilder, die personenbezogene Daten enthalten.

Aufstellorte und Erfassungszeitraum
Das System wird mit wechselnden Aufstellorten in den Städten Stuttgart, Herrenberg und Karlsruhe zunächst bis zum Ende des Projekts im Juni 2023 installiert.

Wie funktioniert das System?
Die Bilddaten werden mit einem neuronalen Netz zur Bilderkennung analysiert und das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmer*innen identifiziert. Anschließend werden lediglich anonymisierte Metadaten des Verkehrs wie Art (Fahrrad, zu Fuß Gehende, Rollerfahrerinnen, Rollstuhl, Person mit Kinderwagen, etc.), Geschwindigkeit, Beschleunigung bzw. Bremsrate, Trajektorie, Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern gespeichert.

Beispiel für extrahierte Trajektorien ohne personenbezogene Daten

Keine Speicherung von Bilddaten
Das System speichert keine Bilddaten. Das kommt einerseits dem Datenschutz zugute. Andererseits wäre eine Speicherung von Bilddaten auch zu ressourcenintensiv. Lediglich zu Einrichtungs- und Wartungszwecken kann das Kamerabild für einen kurzen Zeitraum vor Ort angezeigt werden.

Transparente Verarbeitung
Wir veröffentlichen den Quellcode aller verwendeten Systeme als Open-Source-Software. Damit ist auch für Außenstehende die Funktion und Einhaltung der datenschutzrechtlichen Anforderungen transparent nachvollziehbar.

Kontakt:
capereviso-erfassungssystem@hlrs.de

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